Nach 11 Stunden Busfahrt haben wir Costa Rica einmal von Ost nach West an die karibische Küste durchquert. Kurz bevor wir das Ortsschild von Cahuita passieren, erfahren wir auch sofort was das Ende April bedeutet: Regen, Regen, Regen. Ein netter Barkeeper hilft uns bei der Suche nach einem Taxi zu unserem Hostel mit dem (zweideutigen) Namen “Coconut Love”. Er hält ein Auto an, anscheinend ein Bekannter, der uns gerne mitnimmt. Jonas, ist ein echter AfroCarribean. Er legt eine Kassette mit Reggae-Musik ein, und ist, nach sicherlich mehr als einem Joint, richtig gut drauf. Bei 5kmh kommen wir nach einer gefühlten Ewigkeit im Hostel an und checken in das Zimmer ein, das auf dem Bild irgendwie ganz anders ausgesehen hat. Der italienische Besitzer der Coconut Beach Lodge, bei dem wir noch 1,5 Std im Regen ausharren müssen, ist gar nicht gut drauf. Die Verwechslung kommt anscheinend regelmäßig vor.

Chrissis beste Freunde

Chrissis beste Freunde

Am nächsten Tag geht es, trotz Regen, in den Cahuita Nationalpark am Strand. Bald klart es auch auf und wir genießen die einzigartig, natürliche Landschaft und die wilden Strände, die 8km an der Küste entlang führen. Eine Flussdurchquerung (bauchhoch), ein Faultier, ein Affe, viele Spinnen, Mücken und müde Beine – heute gibt es eine doppelte Portion Spaghetti.

Den Tag darauf verbringen wir in dem Surferort Puerto Viejo. Aussteiger und Alternative verkaufen selbstgemachten Schmuck am Strand (ich kaufe:-) ), Rasta-Männer hängen einfach nur rum (klar es ist Montag), wir trinken frische Kokosnuss Batidas und werden braun bis rot.

Und schon geht es ab nach Panamá!DSC02563 Es heißt für uns ausstempeln und auf der anderen Seite einer sehr fragwürdigen Brücke in Panamá wieder einstempeln. Mit einem Shuttle wollen wir zu dem Insel Archipel Bocas del Toro. Der Fahrer gibt uns und den Mitreisenden noch einen heißen Tipp, der Alkohol ist hier viel billiger. Chris kauft sofort zwei französische Weine (unbezahlbar in CR), Bountys und Chips. Das wird ein Fest! Nicht für uns, denn, zur Freude des Fahrers, vergessen wir die Tüte beim Aussteigen im Shuttle. Da wird uns erst einmal bewusst, wie gut wir es in Deutschland haben, denn wirklich, die Preise in Costa Rica und Panamá in den Supermärkten sind oft höher als in Deutschland. Im Durchschnitt verdient ein Tico jedoch nur 3$ die Stunde, so viel kostet ein Liter Bier im Supermarkt.

Nach Bocas Town fahren wir mit einem Speedboat. Als wir ankommen gibt es weder Strom noch Internet. Ersteres kommt und geht wieder, zweiteres bleibt (zumindest in unserem Hostel) komplett aus. Wir verbringen die Tage an den Stränden, zu denen wir mit kleinen Booten täglich übersetzen und die Abende in den kleinen Bars, direkt am Wasser…

In den Nächten kämpfen wir (besser gesagt Chris) mit Kakerlaken. Jede Nacht dasselbe Drama, ich muss aufs Klo, Kakerlake, Chris aufwecken, Kakerlake fangen. Mittlerweile ist er richtig gut, am Anfang sind alle entwischt und wir haben viel Zeit mit Suchen verbracht. Wir haben uns alles mögliche ausgedacht und die Abflüsse abgedeckt. Doch die kleinen bis großen Cucarachas sind trotzdem jede Nacht aufgetaucht und ich wusste, irgendwann muss ich es selbst tun… Glücklicherweise hatte ich vorher noch eine Idee und scheinbar die ultimative Lösung: einfach Licht im Bad anlassen. Mal sehen ob das die Kakerlaken in den folgenden Ländern auch abhält. So viel Text und keine Worte zur Isla Colon und Isla Bastimiento. Dafür ein paar Bilder mehr 🙂 Carribean Flair

Bye bye Costa Rica

Bye bye Costa Rica