Wir hatten eine schöne und ruhige Zeit in Ayampe, aber zu viele Dinge gibt es noch zu sehen. Und so ziehen wir weiter Richtung Süden, Peru entgegen.

Die Busreise verläuft etwas entlang der Küste. Wir steigen in Ayampe längs der Straße ein, in Santa Elena in einen anderen Bus um, in Guayaquil treffen wir auf unser bisher modernstes Busterminal und suchen uns im großen Food-Court was zu essen. Danach geht’s direkt weiter mit einem anderen Bus. Kurz vor unserem Ziel, bei Dämmerung, durchfahren wir das Gebiet um Las Cajas. Wir sind überwältigt von der Schönheit dieser skandinavisch anmutenden Landschaft – damit hatten wir nicht gerechnet. Die Abendstimmung verstärkte diesen Eindruck noch.

Markt in Cuenca

Markt in Cuenca

Nach einem langen aber reibungslosen Reisetag treffen wir in Cuenca, unserem Ziel, ein. Unser Hostel, das ALTERNATIVE House & Lodging, empfängt uns wie so oft sehr herzlich. Doch der Hunger drängt uns sofort wieder hinaus und so schlendern wir den frühen Abend die Altstadt von Cuenca ab, raubtiergleich, auf der Suche nach Futter..

(nicht) verrückte Hutmacher

(nicht) verrückte Hutmacher

Cuenca ist bekannt als Stadt der Handwerkskünstler. Man trifft auch auf Arbeiten aus dem Norden. Sogar aus Otavala stammende Menschen und Arbeiten findet man auf den Märkten wieder. Wir besuchen eine Hutmanufaktur, wo die typischen Panamahüte (Montecrist-Hut oder auch Sombrero de paja toquilla) verkauft werden. Man bekommt ausserdem einen Einblick in die Geschichte und Herstellung. Wir probieren ein Dutzend Hüte, doch so recht will uns keiner stehen.

Hutprobe (kein Panamahut)

Hutprobe (kein Panamahut)

Natürlich besuchen wir auch Las Cajas. Doch der Park schließt bereits gegen 15.30 Uhr, sodass wir die Abendstimmung von vornherein nicht auf Digitalfilm bannen können. Als wir an der Ranger-Hütte (Laguna Toreadora) ankommen, herrscht Nebel, Nieselregen und gefühlte Null grad. Immerhin befinden wir uns auf etwa 4000 Meter über Null.

Las Cajas

Las Cajas

Wir entschieden uns für den kürzesten Hike, der einen der unzähligen kleinen Seen im Nationalpark umrundet und nur zwei Stunden dauert. Durchgenässt und frierend müssen wir noch zusammen mit dem Ranger etwa eine Stunde auf den Bus zurück nach Cuenca warten (nach vier Uhr kann es schwer werden, einen zu erwischen, so der Ranger).

Lama. Not happy with Wetter.

Lama. Not happy with Wetter.

Am nächsten Tag suchen wir ein Lokal, in dem wir das WM-Finale schauen können. Doch das “deutscheste”, was wir finden, ist das Café Austria. Wir sind die einzigen deutsch sprechenden Gäste und trotz tollem Spiel kommt nachmittags um drei keine WM-Stimmung auf, wie sie angebracht wäre (zu allem Überfluss erfahren wir ein paar Tage später von einer Bar in deutscher Hand, bei der die Stimmung wohl kochte).

Cuenca

Cuenca

In letzter Minute entscheiden wir uns gegen Loja als unser nächstes Ziel und wollen stattdessen das Tal der Hundertjährigen – Vilcabamba – besuchen und später von dort aus die Grenze zu Peru überqueren. Aber das ist eine andere Geschichte 😉