In Hoi an verbringen wir 3 Nächte bei der liebevollen Familie des Sunny Homestay . Auf der 12 stündigen Busfahrt dorthin im “Sleeping Bus” kommt auf mysteriöse Weise meine North Face Regenjacke aus Deutschland abhanden. Und gerade jetzt wo unser Wetterbericht für die nächsten 10 Tage Regen angesagt hat!! Doch nach einem ersten Spaziergang durch Hoi An stellen wir fest, dass wir im Eldorado der North Face Jacken gelandet sind. Für etwa 20 Euro bekomme ich eine neue, die zumindest auf den ersten Blick qualitativ meiner alten Jacke gleicht. Da wir trotz des schlechten Wetterberichts bisher keinen Regen haben, kann ich aber noch keine Aussage zur Wetterbeständigkeit geben.

Hoi An ist ein wahres Shopping Paradies für Touristen, die sich in Scharen in der wunderschönen Altstadt tummeln. Schon fast ein Muss in dieser Stadt ist es sich in einer der zahllosen Schneidereien Kleidung anfertigen zu lassen. Wir bekommen den Tipp bei Thuong einzukaufen, einer Schneiderei die ihre maßgefertigte Ware in die ganze Welt verschickt. Angeblich wird das Tragestück der Wahl von einem Foto eins zu eins angefertigt.

Schneidereien gibt es an jeder Ecke
Wir wollen uns nur einmal umsehen, doch die geschickten Verkäuferinnen überzeugen mit ihren Mustern und so kommt es, dass wir am nächsten Tag ein maßgeschneidertes Kleid und zwei Hemden in der Tasche haben. Chris lässt sich bei der Anprobe noch zu einer Leinenhose überreden, die innerhalb eines halben Tages angefertigt werden. Die Resultate können sich blicken lassen, haben aber auch einen Preis. Im Nachhinein hätte ich gerne mehr Zeit gehabt, mir mein Wunschkleid auszusuchen. Alles ist möglich und die Auswahl im Laden ist schier unbegrenzt!

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Neben dem Shopping und dem Besuch der Altstadt gibt es noch einige Köstlichkeiten der regionalen Küche zu probieren. Sehr zu empfehlen sind beispielsweise “banh bao banh vac”, die auf der Karte wegen ihrer Form als “White Roses” angepriesen werden. Mein bisher leckerstes Gericht hatte ich im Restaurant “Mermaid”: ein Mangosalat mit Garnelen. Aber auch die Garnelen in Kokosnuss, die tatsächlich in einer Kokosnuss serviert werden waren sehr schmackhaft.

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Von Hoi An lohnt sich außerdem ein Trip ins 40 km entfernte My Son. Dort befindet sich die etwa 1000 Jahre alte Ruinenstätte der Cham. Wir wollen die Strecke alleine zurücklegen und leihen uns für 5 Dollar einen Roller. Es funktioniert zwar nur noch eine Bremse und auch die Rückspiegel sind irgendwie für kleinere Menschen gedacht, doch läuft das kleine Moped die insgesamt 80 km problemlos. Auch die Ruinenstätte kann man ganz gut ohne Guide besuchen, wenn man einen guten Reiseführer hat. Obwohl zwei Drittel der Tempel im Vietnamkrieg durch amerikanische Angriffe zerstört wurden, lohnt sich ein Besuch. Es lässt sich noch das gewaltige Ausmaß des ehemaligen Champa-Reiches erahnen.

My Son

Zurück in Hoi An genießen wir zum Abschluss ein letztes Bier auf dem Balkon einer der vielen Bars mit Blick auf den kleinen Hafen. Lampions in allen Farben verwandeln die Stadt in ein buntes Lichtermeer. Hoi An wird zurecht als die schönste Stadt Vietnams bezeichnet!