Das Cav du 38Riv’ in Paris ist vor allem tagsüber auf der vollgestopften Rue de Rivoli leicht zu übersehen. Ist man erst einmal die Treppe in das alte Gewölbe hinabgestiegen, hat man das Gefühl die Zeit wäre stehen geblieben und man ist in dem Paris der 70er Jahre angekommen. Der Gegensatz zwischen der hektischen, menschenüberlaufenen Einkaufsmeile der Rue Rivoli und der kleinen, unscheinbaren, gemütlichen Cav inmitten dieses Tumults macht einen wunderbaren Eindruck auf uns.

Ich mußte diesem Ort die musikalische Seele geben, die die letzten zwanzig Jahre meine musikalische Karriere als Kontrabassist geprägt hat. Musiker Vincent Charbonnier, der das Lokal 2007 übernommen hat

20131005-DSC02002Und so liefen wir eines Samstagnachmittags natürlich mehrmals am Riv vorbei, Menschenmassen ausweichend, bis wir den kleinen Eingang in die Jazz-Höhle gefunden haben.
Kaum einen Schritt von der Straße hinein, werden wir schon von den Klängen des Musikers Thomas Valverde begrüßt, der uns mit einer Mischung aus Elektromusik und Klavier aus der Konsumwelt in die Gedankenwelt zieht.
Ein regelmäßiger Blick ins Programm der Jazzbar lohnt sich, denn die gebotenen, eher unbekannten Künstler, die man dort entdecken und erleben kann, sind musikalisch erstklassig und die Konzerte oft sogar kostenlos.

Vincent, der Inhaber, verspricht, dasss seine Bar das günstigste Glas Bier in Paris verkauft. Wer ein günstigeres findet, kann mit ihm um den Preis feilschen. Er spielt gerne zusammen mit den Musikern des Abends an den regelmäßigen, jazzigen Jam Sessions (unten rechts im Bild).

Thomas Valverde
http://www.youtube.com/user/thomasvalverde

38 Rue de Rivoli‎
75004 Paris
http://www.38riv.com/

Riv38

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