Wir sind in Bolivien! Eigentlich schon seit 2 Wochen, doch wir sind bisher nicht dazu gekommen euch von unseren Erlebnissen aus dem Land der Kokapflanze zu berichten. Zwischenzeitlich waren wir in La Paz, haben die gefährlichste Serpentinenstraße der Welt mit dem Mountainbike bezwungen und waren 4 Tage mit dem Jeep in der Wüste unterwegs. Die Eindrücke und Bilder versuchen wir in den nächsten Tagen aufzuarbeiten und beginnen ganz unspektakulär mit unserem unkomplizierten Grenzübergang von Peru nach Bolivien entlang des Titicacasee’s, dem größten Hochgebirgssee der Erde. Direkt an der Grenze erleben wir einen 30 sekündigen Hagelschauer und beim anstellen am Immigrationsbüro steht vor mir in der Schlange ein Papagei (der aber noch vor Prüfung seiner Papiere aus dem Office entfernt wird). Doch sonst erwarten uns keine weiteren Zwischenfälle. Der Eintritt in das Land kostet ganze 1 Boliviano = 0,11€.

Grenzübergang Peru - Bolivien

Grenzübergang Peru – Bolivien

In Copacabana angekommen machen wir uns mit den Rucksäcken bergauf Richtung Hostel. Wir haben das Gefühl jemand hätte uns Steine hineingelegt, aber auf 3800m Höhe könnte es auch die dünne Luft sein, die uns zu schaffen macht.

Mudéjar Kathedrale Copacabana

Mudéjar Kathedrale Copacabana

Isla del Sol

Isla del Sol

Copacabana ist nicht wirklich spektakulär und so entschließen wir uns gleich am nächsten Tag zur Isla del Sol überzufahren. Mit einem Touristenbötchen tuckern wir 2 Stunden bis ans Nordende der kahlen Insel, auf der etwa 2500 Bewohner leben. Die Einwohnerinnen sind ganz einfach an ihren langen, schwarzen Zöpfen, ihren vielen übereinander gestülpten Röcken und ihrer Leibesfülle zu erkennen. Oft haben sie noch ein Baby in Tüchern gewickelt über den Rücken geschnallt oder sitzen beieinander und stricken Mützen, Handschuhe oder Socken.

Isla del Sol

Isla del Sol

Isla del Sol

Isla del Sol

Auf einem Wanderweg durchqueren wir innerhalb 4 Stunden die drei Inselregionen Cha’llapampa, Cha’lla und Yumani. An jeder der drei “Grenzen” werden wir angehalten, um für den nächsten Inselabschnitt eine Gebühr zu bezahlen. Der Ausblick auf den See ist wirklich schön und wir treffen weniger Touristen als erwartet, doch werden die Anpreisungen der Reiseanbieter unserer Meinung ein wenig überbewertet. Im Süden der Insel geht es die Escalera del Inca (Inkatreppe) hinunter an den Anlegesteg. Touristen, die auf der Insel übernachten, kommen uns keuchend mit ihrem Gepäck entgegen. Zurück in Copacabana treibt uns der Hunger und wir bestellen in einem urigen,  lokalen Restaurant auf Empfehlung gefüllte Forelle aus dem Titikakasee (sehr lecker) und bolivianischen Wein, der dem argentinischen jedoch nur preislich überlegen ist. Doch wir geben bolivianischen Wein noch eine Chance bei unserem nächsten Stopp in Tarija, der angeblich höchsten Weinregion der Erde.

Lokales Restaurant in Copacabana

Lokales Restaurant in Copacabana