Von Monteverde geht es Richtung Norden zum Rincón de la Vieja Nationalpark. Da wir abends zuvor festgestellt hatten, dass unser abgelegenes Ziel von keinen öffentlichen Verkehrsmitteln angefahren wird, mieten wir kurzerhand einen SUV. Der nette Autovermieter klärt uns nicht nur über eine interessante Tradition zu Ostern in seinem Dorf auf (bei der ein lebendiges Krokodil gefangen, herumgereicht und Ostersonntag wieder freigelassen wird) – sondern auch über eine zusätzliche Versicherung, die in Costa Rica angeblich Pflicht ist und mehr als das Auto selbst kostet. Schnell haben wir gelernt, dieses Land ist nichts für Low-Budget-Reisende.

Hauptattraktion des Rincón de la Vieja Parks ist ein noch aktiver Vulkan. Im Dschungel versteckt finden wir kleine Wasserfälle und heiße Quellen, in denen man baden kann (Vorsicht: die Temperaturen reichen von 20 bis 200 Grad Celsius). Außerdem gibt es eine einzigartige Artenvielfalt. Wir sehen den wunderschönen Morpho Schmetterling und Tucáne.

Auch die Unterkunft gefällt uns. Es gibt Hängematten, Pferde, Kühe, Hunde, Ameisen und viele, viele Mosquitos. Letztere werden in den nächsten 3 Tagen für uns zum Alptraum. Über 30 Stiche allein an den Beinen. Mein sehnlichster Wunsch: die europäische Mücke. Da hilft wenigstens Spray und Fenistilgel. Hier hilft nicht mal mehr eine Salbe aus der Apotheke. So schön der Park auch ist, wir wollen nur noch an einen Ort ohne Mücken. Den können wir am letzten Tag auch noch finden: die Rio Negro Hot Springs. Natürliche heiße Quellen mitten im Nationalpark. Hier kann man sich mit Schlamm einpinseln und danach im Rio Negro abwaschen – so weich war unsere Haut schon lange nicht mehr. Herrlich!

Bevor wir das Auto wieder abgeben müssen, legen wir noch einen Strandtag am Playa Hermosa mit Mojitos und Mageritas bei 36 Grad ein.

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Frohe Ostern!